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Zabihullah-Hakimi-Cup des Roten Stern Flensburg

The FC Lampedusa Hamburg goes up north, to :
Zabihullah-Hakimi-Cup des Roten Stern Flensburg 
Samstag 27.2.2016  11.00 Uhr Fördehalle Flensburg
Der Zabihullah-Hakimi-Cup des Roten Stern Flensburg findet mittlerweile zum dritten Mal statt. Hierbei treffen Teams aus Flensburg, Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin aufeinander. Neben herausragendem Fußball wird eine Ausstellung von “Pro Asyl” zum Thema “Flucht und Migration” gezeigt. Außerdem gibt es verschiedene Informationsstände und mensch kann den “RSF” Merchandise und anderen Stuff von Black Mosquito erwerben. Wer sich selbst Kleidung bedrucken möchte, ist an unserem Linoldruckstand herzlich willkommen. Auch für Angebote für Kinder und leckeres Essen ist gesorgt. Somit kommen auch weniger Fußballbegeisterte auf ihre Kosten.

Abends wird das Turnier mit einer Soliparty abgerundet. Im Wohnprojekt “Hafermarkt” treten zunächst die HipHop Künstler_innen PRESSLUFTHANNA (Kiel) und JENNIFER GEGENLÄUFER (Braunschweig) sowie die Flensburger Band MOTHER auf. Anschließend heißt es abzappeln mit SHUBAGGA RECORDS. Außerdem gibt es eine Tombola und leckeren Solischnaps. Der Gewinn des gesamten Tages soll dem “FC Lampedusa”, flüchtlingssolidarischen Organisationen und Geflüchteten in Flensburg zugute kommen.

Benannt ist der Zabihullah-Hakimi-Cup nach einem afghanischen Geflüchteten, der bis zur Abschiebung seiner Familie nach Belgien (Dublin II) für einige Wochen beim Roten Stern aktiv war. Seine Frau Maryam hätte wenige Tage nach der Abschiebung eine wichtige Trommelfelloperation gehabt. Berechtigte Sorgen und medizinisches Abraten vom Flug wurden von der Ausländerbehörde in Neumünster mit dem Argument “widerlegt”, die Frau habe diese Krankheit schon vor der Einreise gehabt, somit wäre dies kein deutsches Problem…
Maryam, Zabihullah und ihre Tochter Ezra sollen stellvertretend für diejenigen Menschen stehen, welche von den Dublingesetzen und allgemein der restriktiven, repressiven und menschenverachtenden Asylpolitik der EU betroffen sind.

Der Rote Stern Flensburg freut sich, folgende Teams in der Flensburger Fördehalle begrüßen zu können:

Roter Stern Lübeck
Turbine Münzviertel
FC Lampedusa Hamburg
Roter Stern Kickers Ahrensburg
Türkiyemspor Berlin
Rödemisser SV
Team Refugees Welcome
Hafermarkt Flensburg
Lifeline e.V.

LOVE FOOTBALL – HATE RACISM

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Zwischen H.O.P.E.* und HoGeSa – der FC Lampedusa Hamburg in Köln

Am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober 2015 war der FC Lampedusa Hamburg vom Project H.O.P.E. – Hoffnung durch Sport – https://www.facebook.com/hoffnungdurchsport – zu einem Fußballturnier, dem „H.O.P.E.-Cup“ nach Köln eingeladen. Unsere zweite große Auswärtsfahrt dieses Jahr, nach dem „Kick für Toleranz“ des FC Winterthur, der Autonomen Schule Zürich und der WOZ in der Schweiz Anfang September. Das war natürlich die Gelegenheit, den Spielern, die nicht mit in die Schweiz fahren konnten, auch einen traumhaften Citytrip zu ermöglichen. Köln, immer eine Reise wert und H.O.P.E.  ein super Fußball-Projekt für Geflüchtete, Kinder, Jugendliche und junge Männer, unter den Fittichen der Rheinflanke GmbH – http://rheinflanke.com/ – wenn nur nicht am gleichen Wochenende HoGeSa- Nazi-Aufmarsch wäre. Na da mussten wir doch etwas hin und her überlegen und uns mal von den richtigen Leuten robuste Infos einholen, aber auf eine Fußballreise zu verzichten, weil Rassisten und Neo-Nazis ihre Prügelorgie vom Vorjahr wiederholen wollen, das wollten wir nun auch nicht.

Traurig ist allerdings, dass das Busunternehmen unsere Sorge im Vorwege nicht verstehen konnte bzw. überhaupt Ernst nahm, am Sonntag, den 25.10. bitte heil und unversehrt, weit weg vom Aufmarsch eingesammelt zu werden. Mit immerhin 18 Leuten stellten wir einen halben Bus, darunter 13 Geflüchtete, der Jüngste 14 Jahre alt. Dazu später mehr.

Nach einer gemütlichen, immer schwer Team bildenden 6,5-stündigen Busfahrt holte uns Ben von H.O.P.E. hinterm Kölner HBF ab, wo wie in Hamburg der Busbahnhof ist, und wir durften im Gästehaus der Sporthochschule Köln, Olympia Stützpunkt Judo und Hockey, gleich hinterm Fußballstadion des FC Köln, unsere tollen 70er-Jahre-Doppelzimmer beziehen. Schlafen wie die Olympioniken, herrlich !

Samstag besichtigten wir mit den Spielern von H.O.P.E. Köln und nach mehrstündiger Selfimania und schon etlichen gesichteten Gruppen von rechten, dicklichen Männern, machten wir uns auf den Weg nach Müngersdorf, hinters Rheinenergiestadion zur Ostkampfbahn – meine Güte, was für ein Name – zum H.O.P.E.-CUP, dem Fairplay-Turnier der Rheinflanke mit Kids-Cup im Streetsoccer.

Es traten sieben Teams an, der FC Lampedusa Hamburg, Teams aus Geflüchteten aus der Umgebung von Köln, die überwiegend in Turnhallen „untergebracht“ sind, das Team von H.O.P.E. und ein Promi-Team aus Ex-Fußball-Profis wie Dennis Ibrahim von Fortuna Köln und Düsseldorf, sowie Ex-Hannover 96 Spieler Kurt Ritter dem „Dynamic Soccer Team“. Im Benefiz-Team des Vereins „Aktion Liebe deinen Nächsten“ spielen auch Rapper Martin Rietsch und Schauspieler Ingo Kantorek mit. Nach drei Siegen und einem Unentschieden – und das alles ohne Gegentor – trafen wir im Halbfinale auf unsere Gastgeber von H.O.P.E., die 2:0 besiegt werden konnten. Damit war der FC Lampedusa Hamburg im Finale. Nun ging es gegen die Promis vom Dynamic Soccer Team, klar: älter, erfahrener, körperlich doch sehr stark überlegen, aber wir dafür konditionell stark, jung und spritzig. Und: „Unglaublich, wie hochmotiviert die Jungs sind“, findet sogar Kurt Ritter, wie er der Kölner Rundschau gegenüber äußerte. Am Ende stand es 1:1 und im 9 Meter-Schießen, gewann am Ende die Routine. So holte der FC Lampedusa Hamburg den 2. Platz des H.O.P.E.-CUP, gewann einen schönen Pokal und musste das Deutschland-Trikot, das dem Tourneesieger winkte, nicht mit nach Hause nehmen. Stattdessen schenkte uns der Vorsitzende des Fußballkreises Köln, Paul-Werner Jung-Stadié nagelneue Bälle, die wir immer gut gebrauchen können. Wo bleiben die eigentlich immer alle, die Bälle?

Apropos nach Hause, nach dem Super-Samstag, mit gutem Wetter, tollen Leuten, schönem Fußball und lecker Pizza im beschaulichen Müngersdorf, mussten wir uns Sonntagmorgen für die Rückfahrt rüsten. Nicht umsonst hatten wir uns Unterstützung mitgebracht und klar war auch, der Naziaufmarsch findet nicht am Hauptbahnhof statt, sondern in Deutz, auf der anderen Rheinseite, das heißt aber alle HoGeSas, die mit Zügen anreisen, müssen vom Hauptbahnhof irgendwie dahin und wir müssen zum Hauptbahnhof, denn dort fährt ja der Bus ab, dachten wir jedenfalls.

In aufeinander aufpassenden Dreiergrüppchen, schlichen wir, um grösstmögliche Unauffälligkeit bemüht, hinter H.O.P.E.-Host Ben durch die Stadt und durch den mit Bundes- und Landespolizisten vollgestopften Hauptbahnhof zum Busterminal. Hätten wir auch nicht gedacht, dass wir uns einmal über jeden gepanzerten Riotcop freuen würden, der oder die in der Nähe ist.

Aber mit unserer „Multikulti-Mannschaft“ wie die Kölner Rundschau uns nannte, der Jüngste noch nicht ganz 15 Jahre alt, war uns beim Anblick der Typen, die im Spalier der Polizei aus dem Bahnhof, ums Eck, Richtung Deutz geschoben wurden, überhaupt nicht wohl. Der Bus kam einfach nicht und ein Telefonmarathon mit Flixbus/MeinFernbus begann. Wir sollen doch einfach nach Deutz kommen, der Busfahrer würde nicht über die Brücke kommen, da seien zu viele Demonstranten, hieß es lapidar, aber warten könne der Bus auch nicht. „Hat man Sie denn nicht informiert?“ Nein, und selbst wenn, wie sollten wir denn dort hinkommen und warum fährt der Bus plötzlich zwischen HoGeSa-Rassisten ab? „Na, das ist auf der Seite der Autobahn!“ Geht’s noch?

Selbst der Wachleiter der Bundespolizei, stellte schließlich klar, dass wir auf keinen Fall nach Deutz gehen könnten, wie auch, alle Gleisanlagen waren blockiert, Strassenbahnen fuhren nicht mehr und es wurde stündlich schlimmer.
Aber auf die Frage, was wir denn jetzt machen sollten, wusste unser ‚Freund und Helfer‘, die Bundespolizei auch keine Antwort.
Wir könnten ja einen Gutschein haben, so eine der konstruktiven Ideen der Flixbusbetreiber. Am Ende wurden wir nach fünf Stunden, immer noch in Begleitung von lovely Ben auf die Bahn umgebucht und schaukelten etwas durchgefroren aber happy im Großraumabteil – den Pokal im Gepäcknetz – nach Hamburg zurück. Wie gut, dass man im HKX Bier trinken darf, also nur die Trainerinnen, versteht sich!

Tja, der FC Lampedusa Hamburg erlebt schon immer was, dieses mal war es ein Wochenende voller H.O.P.E. und HoGeSa.

Wir sehen uns alle am 29.11.2015 vor und im Fanladen, beim Heimspiel unseres FC Sankt Pauli gegen den 1. FC Nürnberg, wenn wir neben unserem Infostand draußen, diesmal drinnen für Euch ein leckeres Mittagessen nach Abpfiff bereit halten.

Damit möchten wir uns bei allen Fans, dem Verein, dem Fanladen, dem Museum und allen anderen bedanken, die uns schon wieder das ganze Jahr so toll unterstützt haben, kommt doch einfach vorbei.!

Euer FC Lampedusa Hamburg

* Steht für: Hope, Opportunity, Peace und Empathy.

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Kick für Toleranz in Winterthur Samstag 5.9.2015

Der FC Lampedusa Hamburg fährt doch tatsächlich morgen in die Schweiz ! mit der tollen Unterstützung einer Mitarbeiterin der Hamburger Ausländerbehörde, der Betreuerinnen von Jugendwohnungen, den Amtsvormünder_innen und einem Mitarbeiter des Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD in Bern haben wir es doch tatsächlich geschafft Reise-Erlaubnisse und -Papiere zu bekommen um zum “Kick für Toleranz” nach Winterthur zu fahren.

Vielen Dank für die Einladung und Alles was ihr für uns tut:

FC Winterthur, WOZ, Autonome Schule Zürich und Solinetz.

Wir freuen uns sehr auf euch Alle, ihr südlichen Nachbar_innen.

Wer in der Nähe ist kommt doch Samstag ab 8:30 ins Stadion Schützenwies nach Winterthur!

  

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